Bier des Monats - Dolden Sud vom Riedenburger Brauhaus Dolden Sud (Foto: Riedenburger Brauhaus)

Was ein herrlich herber Hopfenhammer! Als die Bierbasis-Redaktion den ersten Schluck vom bayerischen-indischen Pale Ale nahm, machte sich kollektive Sprachlosigkeit breit. So schmecken also Dolden, die in den Biohimmel kommen.

Dolden Sud - Schon der Name verspricht geballte Bio-Aromen mit für India Pale Ale typischer Hopfenbetonung. Im Riedenburger Brauhaus wird die Kunst der nachhaltigen Bierproduktion schon seit 1994 gelebt. Die Brauer-Familie Krieger gehört damit zu den Vorreitern in Sachen ökologischer Braukunst. Aber wie es sich für wissensdurstige Visionäre gehört, ruhen sich die bayerischen Bier-Krieger nicht auf ihren bereits abgefüllten Leistungen aus, sondern beschreiten mutig neue Brauwege.


Zwei Söhne auf bieriger Entdeckungsreise


Der Diplom-Braumeister & Riedenburger-Chef Michael Krieger weiß genau, dass Pionierarbeit ebenso wichtig ist wie die Pflege einer verantwortungsbewussten Brauphilosophie. Also schickte er seine beiden Söhne Maximilian & Tobias (beide auf dem Elefanten des Etiketts sitzend) in die große, weite Bierwelt, um Erfahrungen zu sammeln & frische Brauideen zu finden. Das haben die beiden auch getan - und setzen es seit ihrer Rückkehr auch gekonnt um! Denn neben altbekannten deutschen Bierklassikern & Urgetreide-Spezialitäten hat das Riedenburger Brauhaus jetzt auch einen bayerisch interpretierten, in Bioland-Qualität gebrauten, britischen Klassiker im Angebot - den India Pale Ale "Dolden Sud".


10 Hopfensorten mit 55 Bittereinheiten und 6.5 % Alkohol in Bioland-Qualität


Ursprünglich wurde das IPA erfunden, um das Bier für den Transport in die indische Kolonie haltbar zu machen. Mehr Alkohol & mehr Hopfen konnten den heißgeliebten Gerstensaft vor dem Verderben retten, der nach der Ankunft mit Wasser verdünnt werden sollte. Wollte aber keiner machen, da das Bier auch so hervorragend schmeckte. Max & Tobias verwenden für ihren Dolden Sud ausschließlich biologisch angebaute Naturdolden. Das markante Motto bei der Herstellung: weniger muss nicht immer mehr sein. Sage und schreibe zehn verschiedene Aromahopfen-Sorten verleihen ihrem Dolden Sud mit markanten 55 Bittereinheiten und 6.5 & Alkohol einen unvergleichlich herben Geschmack.


Perfekte Optik, fruchtig-frischer Dolden-Duft!


Aber jetzt zum Eingemachten! Die Optik der Dolden-Pulle ist einfach nur perfekt. So stellt sich die Bierbasis zeitgemäßes Bierflaschen-Design vor. Kein Schnick-Schnack, perfekt zusammengefasste Infos auf der Rückseite und ein unverkennbares Logo. Nach dem Öffnen und dem ersten Geruchstest macht sich das erste Stirnrunzeln breit. Die Reaktionen reichten von: "das ist doch frischgepresster Saft!" bis "haben die etwa auch einen Blumenladen?" Schwer zu sagen, wie oft wir tief eingeatmet haben, bevor wir die Flasche das erste mal vorsichtig angesetzt haben. Der Dolden Sud wirft förmlich mit Zitrus-, Pfirsich-, Lychee- & Mango-Aromen um sich, dass es eine helle Freude ist. Und der Geschmack?


Mein lieber Dolden-Scholli


Nach dem ersten Schluck hatten wir das Gefühl, die Geschmacksrezeptoren im hinteren Teil unserer überrumpelten Zunge wären nach Jahren urplötzlich aus dem Koma erwacht. Mein lieber Dolden-Scholli. So einen herrlich herben Hopfenhammer haben wir bislang noch nicht verabreicht bekommen. Selbst nach längerer Trinkpause kann man fühlen & schmecken, wie die feinen Bitteraromen im Gaumen Party feiern. Der Dolden Sud ist definitiv kein Bier, dass man nebenher trinkt, sondern bewusst genießen sollte. Wir jedenfalls waren hellauf begeistert und haben festgestellt, dass ein hausgemachtes Sorbet als süßer Kontrast passt wie die Faust auf's Auge.


Fazit


Wer glaubt, er könne in Sachen Bier keine Überraschung mehr erleben, der sollte sich vom Dolden Sud eines Besseren belehren lassen. Die Bierbasis-Redaktion hofft, dass noch mehr deutsche Brauer sich der nachhaltigen Braukunst verschreiben & über den Tellerrand hinausbrauen, wie es die kreativen Krieger-Brüder mit ihrem Bavarian India Pale Ale eindrucksvoll vorgemacht haben. In diesem Sinne: Malz & Hopfen, lasst uns stopfen! Ach ja, den Dolden Sud (1,60 € die Flasche) könnt ihr euch im Online-Shop von Riedenburger nach Hause bestellen...


P.S.: Maria Krieger, die ebenfalls mit dem Braukunst-Virus infizierte Schwester der beiden Dolden-Brauer, nimmt derzeit an der Wahl zur Bayerischen Bierkönigin 2013/2014 teil. Wer seine Stimme für die bierbegeisterte Dame aus dem Riedenburger-Clan abgeben möchte, kann dies hier tun!

Bearbeiter: Bierbasis.de vom 18.03.2013, 15:34 Uhr
Quelle: BierBasis.de

Tags: Dolden Sud, Riedenburger Brauhaus, Bioland Bier, India Pale Ale, Bavarian IPA, Biobier
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